Daniel Jung
Daniel Jung

07.03.2014

Andalucia Bikerace

Hallo!!!

Na wie geht´s euch allen. Hoff ihr seid alle gut in die neue
Saison gestartet ;-)

Bei Kristin und mir lief es schon mal gut und wir nahmen
zusammen beim Andalucia Bikerace teil.

Das 6 tägige Etappenrennen mit 400km und 10000hm lief für
uns beide sehr gut und wir konnten an allen 6 Tagen, jeweils den 2.Rang
einfahren und haben somit auch den 2.Gesamtrang in der Kategorie Mixed für das
Team „Espira-Mountain Heroes“ einfahren können. Der Sieg ging an das Profiteam
von Wheeler mit der Besetzung: Milena Landtwing und Philipp Gerber aus der
Schweiz. Wir waren mit dem Ausgang des Rennens sehr zufrieden und hatten wieder
jede Menge Spaß während und auch außerhalb des Rennens ;-)

War wirklich ein schönes Rennen, mit vielen coolen Trail.
Bei dem das Herz eines Mountainbikers höher schlägt als sonst. Wirklich jedem
mal zu empfehlen. Möchten uns auch sehr bei meinem Vater Norbert für die super
Unterstützung und Verpflegung während der ganzen Woche sehr bedanken. Er hat
uns wirkliche extrem geholfen und vieles leichter gemacht.Danke!!!!

Schöne Grüße aus Südtirol ;-)

Daniel Jung
Daniel Jung

19.11.2013

Bisher erfolgreichste Saison für mich!!

Im folgenden Kurzbericht schreibe ich selbst über mein Sportjahr 2013.

Die heurige Saison startete
für mich bereits Anfang Jänner mit vielen harten Trainingseinheiten. Diese
absolvierte ich anfangs hauptsächlich mit den Tourenski, beim Berglauf und auf
dem Heimtrainer. Ich bereite mich mit diesem Training vor allem sehr hart auf
den traditionellen Ötzi Alpin Marathon vor. Aber auch einige Skitourenrennen
standen auf dem Programm, die mir immer viel Spaß machen und eine schöne
Abwechslung bieten. Die eigentliche Bike-Saison startete für mich dann Mitte
April und endete Ende Oktober. Ich habe im heurigem Jahr bei 18 Wettkämpfen teilgenommen
und konnte dabei 11 Podestplätze, davon sechs Mal einen Sieg, erringen. Es
waren wieder viele schöne und emotionale Momente dabei, an die ich mich immer
wieder gerne zurück erinnere. Zu den Schönsten gehören sicherlich die Siege bei
den Südtirol Cup Rennen, wo ich im Uphill und Cross Country den Landesmeistertitel
einfahren konnte, aber auch die Worldgames of Mountainbike, bei denen ich die
Goldmedaille gewinnen konnte. Der größte Erfolg war für mich allerdings der
Sieg bei der Bike-Transalp, wo ich mit meiner Teampartnerin Kristin Aamodt aus
Norwegen eine wunderbare Woche erleben durfte und mein Traum, die Bike-Transalp
zu gewinnen, in Erfüllung ging. Aber es gab auch einige weniger schöne Momente,
wie der Sturz und die spätere Aufgabe meines Teampartners bei der Cape Pioneer
in Südafrika. Nach solchen Erlebnissen ist man manchmal etwas niedergeschlagen,
da man ein großes Saisonsziel nicht erreicht hat, trotzdem muss man sich wieder
aufbauen und nach vorne schauen. Dabei möchte ich mich sehr bei meiner Familie,
Freundin und dem Team Mountain Heroes bedanken, die mich in allen Situationen
wieder aufbauen und mir die nötige Kraft für mein Hobby geben.

Besonders möchte ich mich bei unserem
Teamchef „Karlheinz“ bedanken. Da er wirklich extrem viel Zeit und Geduld für
uns opfert und uns somit die Schanze gibt, diesen schönen Sport so super
ausführen zu können. Ein großes Dankeschön auch an all unseren Sponsoren, ihr
seid eine riesen Unterstützung für uns. Durch EUCH werden uns viele Dinge
erleichtert und es macht somit noch viel mehr Spaß!!!! DANKE!!!

Zurzeit bereite ich mich
schon wieder für die kommende Saison vor, für die ich mir wieder einige große
Ziele gesetzt habe, die ich mit sehr viel Fleiß und Ehrgeiz erfolgreich
bewältigen möchte. Jedenfalls freue ich mich schon wieder sehr darauf und hoffe
dass ich diese starke Begeisterung und Leidenschaft für diesen Sport nicht so
schnell verlieren werde. Sport bedeutet für mich nämlich großen Spaß und gibt
mir für das Leben eine Menge an Zufriedenheit.

Anita Limacher
Anita Limacher

22.10.2013

Top of ROCKY MOUNTAIN by bike!

Hallo Mountain Heroes Freunde!

Eher spontan taucht eines unserer ursprünglichen Projekte wieder vor uns auf, der MOUNT ELBERT 4401m. Der MOUNT ELBERT ist nach dem MOUNT WHITNEY 4421m mit 20m weniger der zweithöchste Berg der LOWER FIFTIES, der fünfzig Staaten Amerikas ohne HAWAII und ALASKA und somit ohne hohen Berge. Zudem ist der MOUNT ELBERT der höchste Berg der ROCKY MOUNTAINS. Um den potentiellen Kandidaten perfekt zu machen, liegt der Gipfel nicht in einer WILDERNESS AREA, womit es kein Bikeverbot gibt. Was will man mehr?
Der folgende Tag startet früher als üblich, so folgen wir mit den Stirnlampen dem steilen Pfad Richtung Trailhead. Mit den ersten Sonnenstrahlen offenbart sich die Schönheit des Aspenwaldes. Der Trail schlängelt sich steil über Felsstufen in die Höhe. Die fahrbaren Höhenmeter reduzieren sich auf einen symbolischen Anteil, schieben und tragen diktieren bald eine gemächlichere Gangart. Unser Gehirn analysiert fortlaufend die Stufen. Ist das fahrbar? Wo verläuft die ideale Linie? Nach der Waldgrenze folgt eine alpine Vegetation die allmählich in eine karge Gerölllandschaft übergeht.
Von Zeit zu Zeit überholen wir ein paar Wanderer. Die meisten sind beeindruckt von unserer Aktion. Das hilft um über die dünner werdende Luft hinwegzuschauen. Langsam kommt der Gipfel näher. Unter uns verschiebt sich der Horizont in weite Ferne. Trotz einigen Schleierwolken ist die Weitsicht eindrücklich. Nach knapp vier Stunden erreichen wir den Gipfel des MOUNT ELBERTS auf 4401m.
Bergauf kommen wir beide sehr gut mit der Höhe klar. Wie klappt das wohl mit der Konzentration für die Abfahrt? Nach einer Pause folgt der spassige Teil. Wir montieren unsere Schutzausrüstung und stechen in den Trail. Der sandig-geröllige Untergrund ist erstaunlich schnell und lässt uns bald den erforderlichen Rhythmus finden. Übermütig rauschen wir talwärts. Die Abfahrt ist von oben bis unten schlichtweg genial. Flowige Abschnitte wechseln sich mit technischen ab. Bis auf ein paar Ausnahmen ist alles komplett fahrbar! Aus lauter Freude fahren wir bis Twin Lakes durch. Der abschliessende Weg bergauf zum Büssli vergeht trotz kleiner Extrarunde wie im Flug. Um 13:00 erreichen wir glücklich unser Büssli. Was für eine Tour!


Liebe Grüsse und bis bald


Anita

Anita Limacher
Anita Limacher

30.09.2013

WHISTLER der absolute Biketraum!

Hallo Mountain Heroes Freunde!

Endlich WHISTLER! Unsere Erwartungen sind so hoch, dass Enttäuschungen unausweichlich erscheinen. Unbeirrt lösen wir ein Dreitages-Liftpass. Der Vergleich mit einem Skigebiet trifft den Rummel sehr genau. Zwei Sessellifte hintereinander bringen abwechselnd 4 Bikes und 4 Biker nach oben. Sein Bike muss jeder selber aufladen, was bereits nach dem dritten Tag schon ganz gut klappt. WHISTLER selber ist eine typische Winterdestination-Retortenstadt, mit einem eher untypischen Ambiente, das überraschend gekonnt an ein Alpendörfchen erinnert und damit sogar ein paar Sympathiepunkte einfährt.
Am untersten Teil des Liftes türmen sich die wildesten Rampen und Sprünge auf. Hier zeigen die Profis beim JOYRIDE während dem CRANKWORKS Bikefestival was sie drauf haben. Wir beschränken uns auf die regulären Trails und starten mit dem BLUE VELVET. In Nordamerika sind die Trails mit dem selben Farbcode wie die Pisten im Winter klassifiziert, von EASY (grün), INTERMEDIATE (blau) und ADVANCED (BLACK DIAMOND) zu EXPERT (DOUBLE BLACK). In WHISTLER gibt es zusätzlich noch PRO LINES. Als ob die ADVANCED und EXPERT LINES nicht genügen würden..
Der erste Eindruck ist etwas fade. Autobahnmässig und voll verschlagen geht nicht nur meinem Hinterreifen die Luft aus.
Spätestens der CRANK IT UP verhilft dem unterdrückten Flow vollends zum Durchbruch. Diese Line ist einfach nur geil!!! Eine völlig neue Art Mountainbiken. Supersmoothe Anleger wechseln sich ab mit sanften Tables unterschiedlicher Länge versüsst mit ein paar Wallrides. Egal mit welchem Speed, der Spass ist im Trail vorprogrammiert. Wer hier nicht Springen lernt sitzt vermutlich verkehrt auf dem Bike.. oder auf einem Pferd mit zwei linken Beinen.
Obwohl es über den Speedbumps manchmal ganz schön schüttelt blüht mit jedem Run der Spass mehr auf. Endlich. Das haben wir gesucht.

Liebe Grüsse und bis bald

Anita

Daniel Jung
Daniel Jung

09.09.2013

Worldgames of Mountainbike-Saalbach/Hinterglemm

Am Freitag nahm ich beim Cross Country Rennen teil, wo ich leider gleich am Start einen Kettenklemmer hatte
und an die letzte Stelle durchgereicht wurde. Dennoch gab ich das Rennen nicht
auf und kämpfte mich bis zum Schluss auf den 6.Gesamtrang bzw. 3.Rang in meiner
Kategorie nach vorne. Dies kostete aber einiges an Energie und somit wusste ich
nicht genau wie sich das dann auf den Marathon am Samstag auswirkte. Beim
Marathon startete ich auf der 58km und 2950hm langen Strecke. Dort ging es mir
die ersten zwei Anstiege ziemlich dreckig und ich musste extrem kämpfen um
nicht total den Anschluss zu verlieren. Nach dem zweiten Anstieg kam dann eine
technische Abfahrt wo ich viel aufholen konnte und das mich dann extrem
motivierte. Mit dem ganzen Adrenalin im Körper startete ich dann wie ein
verrückter in den dritten Anstieg und konnte viele Fahrer überholen. Ich
überholte dort so viele, dass es bis zum Schluss sogar für den Gesamtsieg auf
dieser Strecke reichte. War mit dem Rennen somit voll zufrieden und meine Form
zeigt langsam wieder nach oben ;-)


Nächstes Wochenende geht’s auf
ins Ahrntal wo ich 3 Tage auf der Lenkjöchlhütte übernachten werde und dort 3
schöne Dreitausender besteigen werde. Freue mich schon drauf.

Ciao

Euer Südtiroler

Andrea Kuster
Andrea Kuster

03.09.2013

6.Rang Nationalpark

Am Samstag startete ich zum zehnten Mal am Nationalparkrennen. 138km und  4000hm mussten wir zurücklegen. Bereits um 7.15Uhr starteten wir in Scoul bei eher frischen Temperaturen. Doch das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Der Start war wieder extrem schnell. Doch bald konnte ich auf eine Dame aufschliessen und wir fuhren zusammen den ersten Berg hinauf. Jedoch merkte ich das letzte Rennen Grand Raid noch ein bisschen in meinen Beinen. Jedoch fand ich einen relativ guten Rhythmus und ich konnte drei Frauen noch überholen und distanzieren. Die letzten Kilometer waren extrem hart und ich hatte keinen Power mehr in den Beinen. Nach 7h15min erreichte ich das Ziel als 6. Dame.

Ich war extrem müde nach diesem Rennen. Nächstes Wochenende steht bereits das nächste Rennen O-Tour (World Serie) auf dem Plan.

Daniel Jung
Daniel Jung

03.09.2013

Wieder zurück im Renngeschehen!!

Nach vier Wochen Pause und über einem Monat Rennpause,
startete ich letzten Samstag beim Nationalpark Marathon in der Schweiz. Gestartet
bin ich auf der Fuldera-Strecke 104km und 2950hm. Nach dem zweiten Rang vom
letzten Jahr wollte ich dort mal wieder ganz oben am Treppchen stehen, doch ich
wusste dass dies nicht so einfach wird. Da ich einerseits noch nicht so richtig
fit und anderseits auch einige gute Starter anwesend waren.

Somit zum Rennen. Gestartet wurde um 07:15Uhr in Fuldera,
wo es dann zum ersten Anstieg zum Döss Radond ging. Ich hatte dort große
Probleme dem Spitzenfeld von 3 Fahrern zu folgen und befand mich dann schon
1:30min dahinter. Doch im Val Mora Tal konnte ich bergab richtig Gas geben und
kämpfte mich dann bis kurz vor dem Anstieg zum Alpisella Pass wieder zu der
3-Köpfigen Gruppe ran. Dies kostete aber einiges an Energie und somit konnte
ich 2 Fahrern wieder nicht folgen und verlor wieder eine Minute. Diesen
Rückstand holte ich aber wieder bis Livigno auf und wir kamen dort somit zu
viert an und wussten dass es jetzt einen harten Kampf auf den Chaschauna Pass
geben wird. Dort hat dann der spätere Sieger voll attackiert und konnte auch
gleich ein größeres Loch reißen, bei dem wir alle nicht mehr folgen konnten.
Ich kämpfte mich aber trotzdem sehr gut auf den Pass rauf und konnte dort als
zweiter mit einem Rückstand von 2 Minuten den höchsten Punkt erreichen. Jetzt wusste
ich, dass ich richtig Gas geben muss um den Anderl Hartmann noch einholen zu
können, da er ja auch sehr gut bergab fährt. Auf der Abfahrt kam ich dann
wieder 20sek. an ihn heran. Das war aber leider zu wenig um mit ihm die letzten
40km gemeinsam fahren zu können. Somit war es wieder ein alleiniger Kampf bis
nach Scoul, denn ich realisierte bald, dass Anderl heute einfach stärker war
und ich keine Schanze hatte, ihn einzuholen. Somit freute ich mit sehr über den
zweiten Gesamtrang und über einer sehr starken Zeit. Der drittplatzierte lag
dann schon über 7min. hinter mir. Das heißt, dass wir da vorne richtig Tempo gemacht
haben und beide ein starkes Rennen gefahren sind. Jedenfalls wieder ein guter
Wettkampf nach der langen Pause und vor allem hat es verdammt Spaß gemacht. Jetzt
noch ein wenig erholen von den Bergtouren vom Sonntag und Montag und dann geht’s
auf nach Saalbach zu den Worldgames of Mountainbike, wo ich beim Cross Country
am Freitag und beim Marathon am Samstag an den Start gehen werde.

Liebe Grüße Euer Südtiroler ;-)

Im Bild zu sehen. Hochsteller 3097m und Grosser Mösseler 3480m.

Anita Limacher
Anita Limacher

02.09.2013

Endlich kanadische Bike Trails!

Hallo Mountain Heroes Freunde!

In PORT ANGELES erwischen wir gerade noch die nächste Fähre nach VICTORIA auf VANCOUVER ISLAND. Die Einreise ist überraschend informell und beschränkt sich auf die üblichen freundlichen Fragen. Das gefällt uns gut. Ein herzliches Willkommen.

Sehr auffällig unterscheidet sich die Architektur von derjenigen in der USA, man wähnt sich eher in einer europäischen Stadt. Nach einem kurzen Kaffee suchen wir die Trails von HARTLAND auf, mit dem poetische Beinahmen THE DUMP, der auf die dortige Mülldeponie verweist. Ein paar sehr nette Lokals erzählen uns bereitwillig von den besten Trails der Gegend und bieten uns dazu ein Bier an. In freudiger Erwartung auf den kommenden Morgen begeben wir uns bald darauf ins Bett.

Endlich, bald können wir unsere Spuren auf den berühmten kanadischen Trails hinterlassen! Die fotografierte Karte ist vollgepackt mit Trails. Was ein wenig skeptisch macht ist die Länge der Trails mit 100 m bis bestenfalls geschätzten 1.5 km. Die Höhenmeter bewegen sich im Bereich von unter 200 Hm. Und unter einem Tag Biken wird in der Gegend ein dreistündiger Run verstanden. Hm.. Wir sind ja gespannt.

Bevor wir unseren ersten Trail sehen endet beinahe abrupt die Vorfreude aufs Biken; bei einem steilen Anstieg stehe ich so ungünstig auf beziehungsweise neben meinen Fuss, dass eine Bänderzerrung naheliegt. Mit gedämpfter Vorfreude und zusammengebissenen Zähnen wagen wir uns dennoch an den ersten Trail. Die Ernüchterung folgt schlagartig. An Stelle des erwarteten Flows, folgt ein Wurzel-bedeckter Buckel dem anderen. Und das obwohl der Trail SWITCHBACK heisst. Dazu ist der Trail nach 150m bereits wieder zu Ende. Das kann ja nur besser werden. Wir versuchen ein paar weitere Loops, was aber nur unsere Zweifel an der Einschätzung kanadischer Trails wachsen lässt. Trailnamen wie ORGAN DONOR, MIND BENDER oder BIRTH CONTROL lassen eine gewisse Erwartung aufkeimen.

Erst der TORPEDO RUN, ein cleaner Trail, mit Anlegern, Tables und Corners kann es richten. So stellt man sich einen verspielten, flowigen Trail vor! Nur wir sind nicht mehr ganz auf der Höhe, da vom ständigen auf- und ab bereits ein wenig vorermüdet. Auch wäre die Integralausrüstung ratsam um das volle Trailpotential auszuschöpfen. Wir schliessen unser Trailerlebnis mit SNAKES AND LADDERS ab. Für uns bleibt es ein Rätsel wie mit einem Downhillbike diese Felsbuckel überwunden werden können. 

Liebe Grüsse und bis bald

Anita

Andrea Kuster
Andrea Kuster

26.08.2013

5. Rang Grand Raid (World Serie)

Letzten Samstag erreichte ich als fünfte bei einem sehr stark besetzten Damenfeld das Ziel in Grimentz in einer Zeit von 8h30min. Das Rennen startete in Verbier und es waren über 5000hm und 125km zu bewältigen. Der Start missglückte mir und ich positionierte mich anfangs Rennen sehr weit hinten ein. Jedoch bereits nach dem ersten Berg fand ich einen sehr guten Rennrhythmus und konnte das Damenfeld einholen. Die technischen Abfahrten machten mir riesig Spass und konnte sicher Zeit gut machen. Auf dem höchsten Pass (Pas de Lona 2800m) wurden wir vor einem heftigen Gewitter überrascht. Die letzte Abfahrt ca 15km lang war nochals sehr technisch und forderte volle Konzentration. Ich wusste das eine Konkurentin nur noch 2 Minuten vor mir ist. Jedoch war mir das bei der Abfahrt egal. Ich fror am ganzen Körper und wollte nur noch sicher ans Ziel kommen. 20 Meter vor dem Ziel konnte ich dann tatsächlich noch eine Fahrerin einholen. Ich bin sehr glücklich wie das Rennen gelaufen ist. Nach dem aufgegebene Eigerbike (krankheitsbedingt) war ich etwas enttäuscht. Nun muss ich mich schnell und gut erholen. Nächsten Samstag findet bereits das nächste Rennen statt in Scoul. (Nationalpark)

Sarah Bosch
Sarah Bosch

17.08.2013

Ischgl Ironbike + Eigerbike Challenge: Zweimal gescheitert

Nach meinem Sieg bei der Zillertal Challenge legte ich getrost eine Woche die Beine nach oben und widmete mich mal den anderen Dingen des Lebens. Ich genoss den Sommer und endlich mal ein wenig Freizeit. Dennoch verlor ich nie mein Ziel aus dem Blickfeld. Ich wollte unbedingt beim Eigerbike in Grindelwald die lange Distanz schaffen (88km u 3800hm) und so gönnte ich mir nach der Erholung wieder ein paar gute und schnelle Trainingseinheiten.

Am 3. August stand dann das Ischgl Ironbike  Rennen auf dem Plan. Bewusst entschied ich mich für die mittlere Runde (55km u 2000hm) um eine Woche später bei der Eigerbike Challenge erholt  an den Start gehen zu können. Als der Startschuss um halb neun in der Früh fiel, merkte ich sofort, dass heute irgendwas nicht stimmte. Ich musste über extreme Muskelschmerzen in den Oberschenkeln klagen und so entschied ich mich schon gut nach einer Stunde das Rennen vorzeitig zu verlassen. Eigentlich ist aufgeben gar nicht mein Ding und eigentlich versuche ich immer möglichst alles zu geben um ins Ziel zu kommen. Aber an diesem Tag war es schlicht unmöglich. Ich war sehr enttäuscht und konnte mir alles nicht erklären. Eigentlich fühlte ich mich gut …

Einen Tag später sah die Welt auch schon wieder besser aus und ich versuchte hinter das verpatzte Rennen einen Haken zu setzten und nun alles für eine gute und schnelle zu Erholung tun, um beim Eigerbike die lange Distanz zu bewältigen können. Dies gelang mir auch ganz gut und so verging die Woche wieder einmal wie im Flug.

Am Sonntag den 11. August war es dann soweit, um 7 Uhr in der Früh fiel der Startschuss für die Langdistanz der Eigerbike Challenge . 88km und 3800hm  lassen kein einfaches Rennen vorhersehen und so war mein Plan, mich von Anfang an zu konzentrieren, das Rennen gut einzuteilen und vor allem ins Ziel zu kommen. Doch auch hier merkte ich schon in den ersten 1000 Höhenmetern, dass es ein langer Tag werden wird und meine körperliche Schwäche spiegelte sich auch in der Platzierung wieder. So befand ich mich von Anfang an auf den hintersten Plätzen und kam so gar nicht vom Fleck. Ich versuchte mich nicht irritieren zu lassen und verfolgte mein Hauptziel: das Ziel erreichen!  So quälte ich mich Berg für Berg nach oben und war immer kurz davor vom Rad zu fallen. Ich fühlte mich mit jeder Minute schwächer und in den teilweise schwierigen Abfahrten war ich dem Risiko zu stürzen sehr nahe. Unkonzentriert und völlig geschwächt machte ich mich auf den Weg zum steilen „Bort“. Ich kannte diesen Anstieg schon von vor zwei Jahren und so ahnte ich nichts Gutes. Der extrem steile und kräftezehrende Anstieg zwingt die Fahrer oftmals zum schieben, doch woher soll ich die Kraft nehmen?! Es wäre ein Akt der Unmöglichkeit gewesen und so entschied ich mich, nach knapp 4 Rennstunden das Rennen vorzeitig zu beenden. Das zweite Rennen in 7 Tagen, wo ich das Ziel nicht erreicht habe. Das muss man erst einmal verdauen. Vor allem breiten sich vor mir immer wieder viele Fragezeichen auf. Warum und Wieso ?! Ich kann mir meine momentane körperliche Schwäche nicht erklären und bin sehr enttäuscht. Auch die Gestaltung der restlichen Saison ist für mich jetzt ein großes Fragezeichen. Verunsicherung hat sich breit gemacht, aber dennoch ist mein Kampfgeist noch der Alte. Deswegen mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen….

Thomas Holtkamp
Thomas Holtkamp

12.08.2013

Rechnung mit Eiger Bike beglichen

Endlich erholt von der Transalp......

Als ich letzte Woch zum ersten mal nach der Transalp wieder ein Rennen bestritt, fühlte ich mich noch nicht ganz erholt von der Transalp. Ich wollte mir beim BMC Cup in Davos aber auch wieder etwas Spritzigkeit zurückholen, di ich sicher bei der Transap verloren hab.Ich hatte aber keine grossen Erwartungen. Nachdem ich verpennt hab, mich früh genug anzumelden startete ich mit Nr.59 aus der aller letzten Startreihe. Ich war dann am Ende mit Rang 28 an meinem Heimrennen und auf einer coolen und technischen strecke  zufrieden.

Dieses Wochenende reisten wir dann nach Grindelwald zur Eiger Bike Challenge.Letztes Jahr konnte ich dort am Start voll gas geben, ging mit nur 2 Minuten Rückstand in die Abfahrt am First, bevor es mir den magen umdrehte und ich an der kleinen Scheidegg völlig einbrach. Das sollte mir dieses Jahr nicht nochmal passieren. Der Start war zunächst recht gemütlich bevor sich nach dem ersten Drittel zur grossen Schidegg eine Spitzengruppe absetzen konnte. Ich fand mich in  der Verfolgergruppe wieder, zu der ich aber kurz vor der Abfahrt von der First den Anschluss verlor.

Ich fuhr dann am Feld und Bort mein Tempo, etwa an Position 25. Die technischen Abfahrten liefen mir super, ich konnte alles fahren und ging kein unnöties Risiko ein.Am Aufstieg zur kleinen Scheidegg hatte ich dann endlich den Mut und die Beine, um richtig aufzudrehen. Dort fuhr ich die Zehnt Beste Zeit, überholte noch acht Fahrer. Am Ende wurde ich 17er. Nach 3900hm und 88km war ich sehr glücklich mit dem Resultat.

http://services.datasport.com/2013/mtb/eiger/RANG091.HTM

Anita Limacher
Anita Limacher

31.07.2013

Besteigung vom schneebedeckten Vulkan MOUNT HOOD

Hallo Mountain Heroes Freunde!

Seit Tagen thront der schneebedeckte Gipfel des MOUNT HOOD verlockend im Hintergrund. Ein perfekter Übungsberg um nicht ganz alle alpintechnischen Fähigkeiten zu verlieren. Nur die Beschreibungen der Route klingen zum Teil etwas abenteuerlich. Da der MOUNT HOOD einer der vielen Vulkane des CASCADE RANGE Gebirge ist, sind die vulkanischen Gefahren nicht zu unterschätzen. Angeblich sind schon Leute in Fumarole gestürzt und verbrannt. Nicht gerade ein nachahmenswerter Abgang. Zudem ist in der vergangenen Woche ein erfahrener Berggänger der sich auf den MOUNT EVEREST vorbereitete tödlich verunglückt, was eine Sperrung des gesamten Berges für Alpinisten während der Suchzeit nach sich zog. Bei der Talstation hat es einen extra Raum für die Registrierung der Bergsteiger. Eine Videokamera zeichnet alles auf, mit der Idee, verlorengegangene Bergsteiger anhand ihrer Ausrüstung identifizieren zu können. Mit Aussicht auf den Gipfel schliessen wir die Routenplanung ab und packen unsere Ausrüstung ein. Um für alle alpintechnischen Herausforderungen gewappnet zu sein, packen wir neben Steigeisen und Pickel, Klettergurt, Seil, Eisschrauben und Spaltenrettungsmaterial ein. Ein wenig Training hat noch nie geschadet.

Etwas später als geplant aber noch immer sehr früh, verkriechen wir uns in unser Bettchen. Nur um keine sechs Stunden später um 02:00 wieder aufgeweckt zu werden. In unserer Bergkleidung präsentieren wir uns nochmals der Kamera im CLIMBERS REGISTRATION ROOM. Vorerst folgen wir der Piste in die Höhe. Vor uns weist eine Lichterkette den weiteren Wegverlauf. Der Schnee ist hart gefroren, was uns schon bald dazu bewegt die Steigeisen anzuziehen. Die ersten Leute sind schnell überholt. Bald kommt uns eine Gruppe entgegen, die den Sonnenaufgang auf dem Gipfel genossen hat. Neben uns raucht es aus dem Geröll und der Schwefelgehalt der Luft schlägt auf die Atmung. Bei einer kleinen Krete folgen wir dem Schneegrat ins breite Couloir zum Gipfelhang. Andere Gruppen gehen am kurzen oder langen Seil, während sich eine grössere Gruppe sogar abseilt. Unser Wohlbefinden liegt soweit im grünen Bereich und wir verzichten auf das Seil. Stetig steigt der Hang gegen 40° an. Der Blick über den Grat ist überwältigend. In der Ferne liegen der MOUNT SAINT HELENA, MOUNT RAINIER und MOUNT ADAMS, davor sucht sich der COLUMBIA RIVER seinen Weg aus der Wüste durch die GORGE zum PAZIFIC. Auf dem nahen Gipfel vervollständigt sich das 360° Panorama. Was für ein Kontrast zum Schwitzen auf dem Bike! Der Abstieg im steilen Hang ist etwas zeitraubender als der Aufstieg, weckt dafür die Lust auf mehr. Die näheren Berge sind leider alle bereits ausgebucht für dieses Jahr oder das Permit kostet zu viel. An Alternativen mangelt es ja nicht. So verschieben wir die hochalpinen Projekte ein wenig nach hinten.

Liebe Grüsse und bis bald

Anita

Thomas Holtkamp
Thomas Holtkamp

24.07.2013

Transalp mit dem Aligator

Die Beine sind noch schwer, aber um einen Blog zu schreiben langts scho wieder. Es liegen 8 anstrengende, aber erfolgreiche und vorallem lustige Tage hinter dem ganzen Mountainheroes Team.

Vor der Transalp wusste ich, dass mein Teampartner Mathias Alig(aka Aligator) in Topform ist. Ich habs geschafft mich gerade so bis zur Transalp in eine gute Form zu bringen, von Topform konnte ich jedoch nicht reden.

Dass die erste Etappe mir gut liegt wusste ich aber auch.Eine Drückerstrecke,2100 hm auf 111 km. So fuhren der Aligator und ich mit einer super Gruppe auf den letzten, flachen 35km ein. In der Fläche musster der  Aligator das erste mal beissen, doch er hat erfolgreich gebissen. Wir gewannen den ZielSprint und fuhren unser bestes Etappenergebnis ein, 11. Rang.Wir waren echt happy.

Es sollte die einzige Etappe bleiben bei der Mathias beissen musste.

An der zweiten Etappe von Mayrhofen nach Brixen lief es uns gut, wir verfuhren und kurz vorm Finish, verloren ca. 2 Minuten und wurden 17.

Auch Etappe drei lief wunschgemäss.15. Rang von Brixen nach St. Vigil.

Auch bei der 4 Etappe von St. Vigil nach Alleghe lief es uns richtig gut, In der letzten langen Trailabfahrt wollten wir mal richtig aufs Gas drücken. Liessen uns die meisten Teams auf den Schotterabfahrten doch immer recht alt aussehen, konnten wir direkt oben im Singletrail einige Teams distanzieren. Im unteren Teil fuhr sich Mathias dann einen Platten ein. Seine Katusche funktionierte nicht. Ich liess dann eine von mir rein, aber das Loch war zu gross. Wir mussten einen Schlauch montieren. Das gelang uns dann auch mit meiner letzten Katusche. Es kam wies es kommen musste, wenn man kein Ersatzmaterial mehr hat. Mathias kassierte den zweiten Platten und musste lange runterlaufen. Bis Daniel von unserem Mixed Team kam und Ihm neue katuschen gab. Wir verloren an diesem Tag über 20 Minuten und wurden 29e.Die Stimmung war trotzdem weiter gut, die Moral war intakt.

War Mathias in den letzten Tagen immer etwas stärker als ich, musste ich an der 5 Etappe nach San Martino richtig leiden. die steilen rampen zu Beginn zogen mir buchstäblich den Saft aus den Beinen. Mathias musste mich ein paar mal mental aufbauen. Im zweiten teil dieser Etappe, die mir grundsätzlich gelegen wäre, war ich dann aber schon so schwach, dass mich Mathias am Ende ab und zu einen Schubs geben musste, dass wir noch einigermassen vorwärtskommen. Am ende konnten wir den Schaden begrenzen und wurden 20e, dank Mathias aufopfernder Unterstützung.

Die 6 Etappe war dann wie eine Auferstehung. Nicht zuletzt dank unseres Masseurs Tom. Wahnsinn wie der jeden Tag unsere kaputten Beine wieder heile gemacht hat.

Wir griffen also bei der 6 Etappe wieder richtig an. Am Start waren wir bei den leuten, ruhten uns in einer grossen Gruppe in der darauffolgenden Fläche aus und griffen am nächsten Berg voll an. Liessen alle Teams ausser Black Tusk hinter uns. Plätzlich, als wir die Konkurrenz endlich distanziert hatten...........ppffffffffffff. Plattfuss im Uphill. Wir hatten mal wieder unser Zeug nicht beisammen, der Katuschenaufsatz fehlte. So mussten wir pumpen und verloren wieder zeit. Wir starteten nochmal eine aufholjagt und wurden 26e.

An der Etappe 7 lief es eigentlich wieder gut. Als wir attakierten, fiel mir fast das Pedal ab. Ich musste etwa die Hälfte der etappe mit dem linken Bein sehr vorsichtig trampeln, was eine ziemlichen Muskelkater im rechten Bein und einen 26 Etappenrang zur Folge hatte.

Nun waren wir Gesamt 20. Eigentlich im Soll um unser Ziel Top 20 zu realisieren. Einen Rang wolten wir aber noch gutmachen. Vorallem wollten wir noch Team Scott überholen welche 2 minuten Vorsprung hatten. Superior Brentjens Team, welche 40 Secunden Vorsprung hatte konnten wir am ersten Berg distanzieren. Wir dachten auch, dass wir die Scotties abgehängt hätten. Mathias schob mich in der Auffahrt noch ein paar mal an, wir haben echt alles gegeben. In der Abfahrt sahen wir dann  einen von den Scotties beim flicken. Sie hatten heute andere Trikots an , um uns zu verwirren. Nun gaben wir auf den letzten km nochmal Vollgas. Im Ziel fehlten und dann nach  über 20000hm und 700km 25 sec. auf den 18 Rang.

Insgesamt wurden wir 19 e . Wir waren überglücklich. Mathias war ein super Partner. Wir waren ein richtiges Team.

 Auf der Party am abend liessen wirs dann so richtig krachen. Das gesamte Mountain Heroes Team feierte ausgelassen den Mixed Sieg, den 5 Rang der Mädels und unseren 19 Rang.Aber vorallem feirten wir , weil wir eine Woche lang ein super Team waren. Vielen dank an Karlheinz, Stub, Janis, andi, Kamilla, Tom, Norbert und Erkan

 

 

 

Daniel Jung
Daniel Jung

10.07.2013

06.07.2013 Dolomiti Superbike

Letzten Samstag hieß es wieder Dolomiti -Superbike Time in Niederdorf.

Es war wieder die Weltelite des Mountainbike Sports am
Start und somit ein harter Kampf um eine gute Position. Gestartet wurde um
07:30Uhr in Niederdorf. Ich hab mich schon vorher für die kurze Runde von 60km
1800hm entschieden, da ich für den kommenden Samstag nichts riskieren wollte
und meine Energie dafür aufsparen wollte. Der Start verlief sehr hektisch, da
in meinem Startblock viele Amateure waren und diese viel Unruhe hineinbrachten.

Ich konnte mich dann aber schnell von diesen Fahrern
lösen und gleich auf die Elitefahrer aufschließen. Den ersten Berg meisterte
ich recht gut und war mit meiner Ausgangsposition recht zufrieden, da wie schon
gesagt, sehr gute und starke Profis am Start waren. Ich konnte dann auf der Abfahrt
nach Toblach auf eine 4-Mann Gruppe aufschließen und somit war es ein wenig
angenehmer die 20km leicht bergauf zu absolvieren. Wir arbeiten dabei alle gut
zusammen und verloren auf diesem Teilstück keine Zeit auf die schnellsten
Fahrer. Als es dann zum letzten Anstieg Richtung Platzwiese ging fühlte ich
mich aber schon ein wenig müde, keine Ahnung wieso. Wahrscheinlich hab ich am
ersten Berg zu viel Gas gegeben. Es war denn sehr schwer an der Gruppe
dranzubleiben, da diese richtig Tempo machten. Ich konnte dann zwei Fahrern
einfach nicht mehr folgen und musste meinen eigenen Rhythmus weiterfahren. Der
vierte Mann der Gruppe konnte mein Tempo dann auch nicht mehr halten und somit
kam ich alleine oben auf der Platzwiese an. Von dort ging es dann nur mehr
bergab bzw. leicht gruppiert Richtung Ziel. Also konnte man nicht mehr viel
verlieren bzw. gewinnen, da die Abfahrt nicht besonders schwierig war. Im Ziel
angekommen konnte ich mich durchaus über den 12.Gesamtrang freuen. Da zehn der
vor mir liegenden Fahrern, alle samt Profis waren. In meiner Kategorie konnte
ich somit den 2.Rang erreichen und war mit dieser Leistung durchaus zufrieden.
Ein guter Test für kommenden Samstag, denn da steht die Bike-Transalp vor der
Tür. Wo ich mit meiner Teampartnerin Kristin Aamodt in der Mixed-Kategorie an
den Start gehen werde.

Ciao und Lg aus Südtirol

Sarah Bosch
Sarah Bosch

30.06.2013

 

30.6.13: Wenns nicht geht, dann geht’s nicht ! Kitzalp Bike Medium Plus Distanz.

 

Gestern war es endlich wieder soweit. Das Kitzalp Bike Event ist seit Jahren bei mir ein fester Bestandteil im Kalender und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue dabei zu sein.

Vergangene Woche stand allerdings alles andere als im Fokus einer optimalen Vorbereitung. So presste ich die gesamte Woche die Schulbank in der Uni in München. Stand jeden Tag um 6 Uhr auf und musste über eine Stunde pendeln, frühestens um 19 Uhr war ich wieder daheim und dann folgte noch die ein oder andere Lernstunde. Denn am Donnerstag stand dann die Prüfung in Betriebswirtschaft an. Viel zu lernen, viel zu verstehen und mein Kopf kurz vor dem explodieren....also überhaupt keine Zeit eine einzige Minute auf dem Bike zu verbringen. Seit einiger Zeit bin ich zusätzlich noch „Body Pump“ Trainerin. Ein einstündiges Langhantelworkout, was die Muskeln so richtig weinen lässt. Alle drei Monate wird das Programm von Les Mills, der Lizenzfirma aus Neuseeland, neu gestaltet und so fiel die Präsentation des neuen Programms auch noch auf den Freitag vor dem Rennen um 19 Uhr. Nachdem ich also auch Freitags wieder früh aufstehen musste und mir das Programm und den Ablauf in ein paar Stunden verinnerlichen musste, blieb nur ein kurzer Zeitabschnitt von 50 Minuten, wo ich kurz meine Beine auf dem Bike vertreten konnte...der Kopf aber mal wieder ganz woanders war. Am Abend folgte dann eine lange und kräftezehrende Body Pump Stunde, die wohl kaum die perfekte Vorbereitung für das Rennen war. Spaß hat es trotzdem gemacht.

Am nächsten Tag stand ich dann pünktlich um 11 am Start der Medium Plus Distanz. 55Km und 2400 Höhenmeter sind nicht allzu viel, aber haben es trotzdem in sich. Der Start war super schnell und obwohl meine Beine brannten war ich trotzdem bereit zu kämpfen und alles zu geben. Als es dann in den ersten Anstieg ging, merkte ich sofort, dass das nun alles zu viel ist. Anfangs war mir schwindlig und ich bekam kaum einen Druck aufs Pedal. Ich bin mir sicher, dass ich im Training sonst schneller fahre als gestern am ersten Berg. Es überholten mich nach und nach eine Dame nach der anderen und so verinnerlichte ich mir einfach die Worte von Konny, der noch einen Tag vorher zu mir sagte ich solle das Rennen einfach ohne Leistungsdruck fahren. Ganz so einfach ist das aber nicht, vor allem wenn der Kopf eigentlich will. Nach dem ersten Berg holte ich mir bei meinem Papa in der Verpflegungszone eine neue Flasche und ein paar aufmunternde Worte und so folgte der zweite lange Anstieg. Über 1000 Höhenmeter und ein langer Trail trennten mich noch vor dem Ziel. Auf welcher Position ich zu diesem Zeitpunkt lag, habe ich aufgehört zu zählen. Ich war mir überhaupt nicht sicher ob ich den Berg überhaupt noch schaffe. Trotz allem bin ich Stück für Stück weiter nach oben gekommen und auf den letzten 200 Höhenmetern bekam ich sogar nochmals bisschen Druck aufs Pedal und ich fühlte mich etwas besser. Zu diesem Zeitpunkt des Rennens war das leider zu spät. Ich freute mich dann auf die Abfahrt, denn der 7 Kilometer lange technische Trail hatte es wirklich in sich und ist so genau mein Ding. Ich konnte bergab einige Leute wieder einholen, die mich auf meinem langen Weg an die Spitze des Berges überholt hatten, sogar die ein oder andere Frau konnte ich noch einholen. Das wichtigste zu diesem Zeitpunkt war für mich, dass ich Spaß hatte und es doch irgendwie ins Ziel geschafft habe. Auch wenn der 5te Platz wohl nicht meinem aktuellen Leistungsvermögen entspricht, war ich zufrieden, dass ich das Rennen zu Ende gefahren bin. Die Woche war stressig und ich hatte ein großes Schlafdefizit, und somit hatte ich vielleicht auch nicht viel mehr zu erwarten. Aber es hätte auch anders ausgehen können....

Jetzt freue ich mich auf die anstehende Zillertal Challenge am Ende der kommenden Woche. 3 Etappen und einige Höhenmeter stehen auf dem Programm, eine Herausforderung, die ich breit bin anzunehmen ! Also keep on pushing hard !